Die zunehmende Verbreitung von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen, Solaranlagen und vielen elektronischen Geräten bringt neben technologischem Fortschritt auch neue Herausforderungen im Brandschutz mit sich.
Brände, die durch Lithium-Ionen-Batterien verursacht werden, stellen besondere Risiken dar, weil herkömmliche Feuerlöscher, die für klassische Brandarten entwickelt wurden, häufig nicht ausreichend wirksam sind.
Das kann das Löschen verzögern und das Ausmass von Schäden sowie Gefahren deutlich erhöhen. Als Antwort auf dieses Problem wird „FlameBlock Lithium Black“ als neuartige Sicherheitslösung vorgestellt, die speziell für Lithium-Ionen-Batteriebrände entwickelt wurde.
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Thermal Runaway bezeichnet eine unkontrollierte, sich selbst verstärkende Überhitzung innerhalb einer Lithium-Ionen-Zelle. Im Deutschen spricht man vom thermischen Durchgehen. Dabei erzeugt eine überhitzte Zelle mehr Wärme, als sie abführen kann. Diese Wärme löst chemische Reaktionen aus, die wiederum zusätzliche Wärme produzieren – eine Kettenreaktion entsteht.
Typische Auslöser:
| Phase | Vorgang | Folge |
|---|---|---|
| 1. Überhitzung | Temperatur steigt über kritische Schwelle | Schutzstrukturen versagen |
| 2. Separator-Schmelze | Trennung zwischen Anode und Kathode bricht zusammen | Interner Kurzschluss |
| 3. Chemische Zersetzung | Elektrolyt zerfällt | Bildung brennbarer Gase |
| 4. Sauerstofffreisetzung | Kathodenmaterial gibt Sauerstoff ab | Feuer kann sich selbst versorgen |
| 5. Druckanstieg | Gasbildung im Gehäuse | Aufblähen oder Aufreißen |
| 6. Entzündung | Gase entzünden sich | Flammen, Explosion möglich |
| 7. Ausbreitung | Hitze greift auf Nachbarzellen über | Modul- oder Systembrand |
Thermal Runaway – also das thermische Durchgehen einer Lithium-Ionen-Zelle – ist deshalb so gefährlich, weil es sich nicht um einen „normalen“ Brand handelt. Es ist eine sich selbst verstärkende chemisch-thermische Reaktion, die im Inneren der Batterie entsteht und von außen nur schwer kontrollierbar ist. Sobald dieser Prozess begonnen hat, produziert die Batterie mehr Wärme, als sie abführen kann. Diese zusätzliche Wärme beschleunigt wiederum die chemischen Reaktionen – ein Teufelskreis entsteht.
Ein zentrales Problem sind die extrem hohen Temperaturen. Während viele typische Wohnungsbrände bereits bei einigen hundert Grad Celsius verlaufen, können bei einem durchgehenden Lithium-Ionen-System Temperaturen von über 800 bis 1000 °C auftreten. Diese Hitze reicht aus, um angrenzende Materialien spontan zu entzünden, Metalle zu schwächen und selbst bauliche Strukturen erheblich zu belasten.
Hinzu kommt die Freisetzung giftiger und korrosiver Rauchgase. Beim Zerfall des Elektrolyten und anderer Zellbestandteile entstehen unter anderem reizende und teilweise hochtoxische Gase. In geschlossenen Räumen können diese innerhalb kürzester Zeit lebensgefährliche Konzentrationen erreichen. Gleichzeitig lagern sich aggressive Rückstände auf Oberflächen ab und verursachen oft massive Folgeschäden an Elektronik, Steuerungen und Metallteilen.
Ein weiteres Risiko ist die mögliche Wiederentzündung. Selbst wenn ein Brand scheinbar gelöscht wurde, kann im Inneren der Batterie noch genügend Restenergie vorhanden sein, um die Reaktion erneut zu starten. Das bedeutet: Ein Ereignis ist nicht unbedingt vorbei, nur weil keine Flammen mehr sichtbar sind.
Auch explosionsartige Druckereignisse sind möglich. Durch die Bildung großer Mengen brennbarer Gase steigt der Druck im Zellgehäuse stark an. Reißt das Gehäuse auf, können sich diese Gase schlagartig entzünden – es kommt zu einer Stichflamme oder Druckwelle.
Besonders kritisch wird es bei größeren Batteriesystemen, etwa in Heimspeichern oder Elektrofahrzeugen. Dort sind viele Zellen dicht nebeneinander angeordnet. Wenn eine Zelle thermisch durchgeht, überträgt sich die Hitze schnell auf benachbarte Zellen. Diese sogenannte Zell-zu-Zell-Ausbreitung kann aus einem lokalen Defekt ein umfassendes Brandereignis machen.
Auch die Brandbekämpfung ist anspruchsvoll. Klassische Löschmittel können Flammen zwar unterdrücken, stoppen aber nicht automatisch die chemischen Prozesse im Inneren der Batterie. Häufig ist intensive Kühlung erforderlich, und selbst danach bleibt das System über längere Zeit überwachungsbedürftig.
Thermal Runaway tritt selten völlig ohne Vorzeichen auf. Es gibt typische Anzeichen, die ernst genommen werden sollten:
Solche Hinweise deuten auf interne Probleme hin. In diesen Fällen sollte das Gerät sofort ausser Betrieb genommen und nicht weitergeladen oder benutzt werden.
Vollständig ausschliessen lässt sich das Risiko nie, aber es kann deutlich reduziert werden. Entscheidend sind mehrere Faktoren:
Gerade bei stationären Speichern ist die fachgerechte Planung des Aufstellorts ein wesentlicher Sicherheitsfaktor.
Thermal Runaway ist der zentrale Gefahrenmechanismus bei Lithium-Ionen-Batterien. Es handelt sich um eine selbstverstärkende thermisch-chemische Reaktion, die innerhalb kurzer Zeit zu extremen Temperaturen, Brand und giftiger Rauchentwicklung führen kann.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Batteriespeichern, Elektrofahrzeugen und mobilen Akkugeräten wird das Verständnis dieses Prozesses immer wichtiger. Wer die Mechanismen kennt, Frühwarnzeichen erkennt und geeignete Schutzmaßnahmen umsetzt, kann das Risiko erheblich reduzieren – sowohl im privaten Umfeld als auch im gewerblichen Bereich.
WIR LIEFERN INNOVATIVE LÖSCHMITTEL
Bei Vogt-CTE bieten wir unseren europäischen Handelspartnern Zugang zu einzigartigen Innovationen im Bereich Feuerlöschung. Unsere Lösungen erleichtern Löschmassnahmen und machen diese schneller, sicherer und weniger ressourcenintensiv. Die von uns vertretenen Produkte sind hochspezialisiert, praxiserprobt und machen einen echten Unterschied – sie retten jeden Tag Leben. Wir bringen nicht nur Produkte auf den Markt, wir liefern Fortschritt. Gemeinsam mit unseren Partnern sorgen wir dafür, dass diese Innovationen die Menschen erreichen, die sie am dringendsten benötigen: diejenigen, die an vorderster Front Rettungsmaßnahmen durchführen.